"Mein Geistererlebnis" und "Auf Geisterjagd"

- zwei Berichte der TZ-München über die Arbeit von Jörg Schreiber vor Ort

 

Mein Geistererlebnis

TZ-Bericht vom 12.03.04

Ja, es gibt Geister – so haben es zumindest drei tz-Leser erfahren. Sie erlebten, wie sich vor ihren wachen Augen unerklärliche Phänomene abspielten. In ihrem Schlafzimmer, im Keller. Und bei einem Einsatz mit Geisterjäger Jörg Schreiber … „Ich war einfach nur neugierig“, sagt Johanna B. (29) leise. Dieser Satz klingt fast ein bißchen wie eine Entschuldigung. Daß sie, die rationale Akademikerin, eine Gespensterjagd miterleben wollte. Doch dann lächelt die junge Frau und beginnt zu erzählen.

„Es war vor wenigen Wochen, an einem Wintertag gegen 18 Uhr.“ Geisterjäger Jörg Schreiber (tz berichtete ausführlich über den Münchner) wird in ein älteres Mietshaus im Westen der Stadt gerufen. Die Bewohner berichten zögernd, dass sie sich irgendwie unwohl fühlen. Daß sie nebulöse Gestalten wahrnehmen und sich vor allem die Kinder nachts schrecklich fürchten. Andere sagen: „Mir stellt’s im Speicher und im Keller manchmal regelrecht die Haare auf.“

Der Geisterjäger will zuerst alle Räume erkunden. Er geht in den Speicher, kurz dahinter Johanna B. Sie sagt: „Der erste Treppenabsatz ging noch ganz normal, doch als ich weitergehen wollte, spürte ich so etwas wie eine unsichtbare Barriere. Als ob jemand die Hand hinhalten würde, um uns aufzuhalten.“ Die Hausbewohner bleiben stehen. Der Geisterjäger und Johanna gehen weiter. Fassungslos erinnert sie sich: „Im Speicher hatte ich das Gefühl, als würde ich innerlich zittern.
Arteevar Foto (Bild: Totenköpfe aus Kirche Lkr. Burghausen) Es war weder Frieren noch Angst. Sondern eine innere Anspannung, die ich vorher noch nie gespürt habe.“ Im Keller und in einem Abstellraum durchfährt sie wieder dieses Zittern. Sie sieht, dass ihr Begleiter äußerst konzentriert, aber fast abwesend wirkt, nichts sagt, nur alles inspiziert. Erscheint ein Geist, oder eine Person? Die Frage, ob solch ein Wesen tatsächlich existiert, ist nicht so leicht zu beantworten. Wieder im Speicher angekommen, beginnt Schreiber mit dem, was er „reine Energiearbeit“ nennt. Mit dem Vertreiben der toten Seelen, mit dem Öffnen einer Lichtschleuse ins Jenseits.

Doch wie nimmt das Johanna B. wahr? „Ich habe die Augen zugemacht und dachte, dass ich nicht viel merken würde. Doch was dann geschah, ist mit nichts zu vergleichen. Das müsste selbst der größte Skeptiker zugeben, wenn er es miterlebt hätte.“ Sie spürt die Gegenwart bisher unvorstellbarer Energien, vergißt alles um sich herum. Die Kälte, die Zeit. Als sie die Augen wieder öffnet, sieht sie nur, wie der Geisterjäger kaum eine Regung zeigt – und trotz der Bibber-Temperaturen aus allen Poren schwitzt. Jörg Schreiber spricht später von mindestens einem hartnäckigen Geist im Speicher und einer ganzen Sippe, die in diesem Haus wohl im Krieg Zuflucht suchte und umkam. Erst jetzt erfährt er von den Bewohnern, dass sich im Speicher tatsächlich ein Mann erhängt hat. Die Bewohner übrigens sind nach der Geistervertreibung gleich in den Speicher gegangen. Sie sagten: „Es fühlt sich hier jetzt anders an.“ Mittlerweile berichten sie, daß auch die Kinder nachts ruhiger geworden sind. Die Zeit der Albträume scheint vorbei…
Claudia Detsch (TZ-München, 12.03.2004)







Der Mann am Bett

Christina F. (31) wohnte in einer WG in der Pestalozzistraße. Es war kurz nach 22 Uhr, sie hatte sich schon schlafen gelegt. „Plötzlich aber ging die Tür auf und zu, ich spürte einen richtigen Luftzug und hörte ganz deutlich drei Schritte.“ Christina F. machte sofort das Licht an. Doch da war nichts, keine Person, kein Mitbewohner. Nur ihr Hamster rannte aufgeschreckt in seinem Käfig herum, ihm standen buchstäblich die Nackenhaare zu Berge. Christina F. hält kurz inne und sagt:„Später habe ich erfahren, daß sich in diesem Zimmer der Vormieter erhängt hat.“ Wenige Jahre, bevor sie einzog.




Spuk im Keller

tz-Leserin Rosemarie E. (66) war in Österreich in einem Schlösschen eingeladen. Doch als sie im Keller eine alte Weinflasche abstauben und mit nach oben nehmen wollte, war es, als bekäme sie plötzlich einen elektrischen Schlag. Und von der Treppe rief der Hausherr: „Rosi, laß das, der Schlossgeist will nicht, daß man seinen Wein trinkt…“

Foto Arteevar (Treppe Katakombe Pafos)






Auf Geisterjagd

TZ-Bericht vom 26.02.06

Tief senkt sich der Winternebel übers Allgäu. Auf einer Anhöhe erscheint ein Bauernhof. Ein uraltes Gemäuer, das in längst vergangenen Tagen Raubrittern als Versorgungshof diente. Direkt an der historischen Salzstrasse zum Bodensee.
Heute lebt Margit K. (53) mit Mann und Kindern auf dem Hof. Eine bodenständige Frau mit ebenso bodenständiger Familie. Doch irgendwann, so wird sie später erzählen, „wurde mir klar, daß es mehr geben muss zwischen Himmel und Erde, als wir zu wissen glauben“. Dass Dinge geschehen können, die absolut unerklärlich sind. Dinge, die ihr und ihren Liebsten Furcht einflößten … „Es schien, als wären wir Hausbewohner vom Pech verfolgt. Als würde irgend etwas tagtäglich unser Leben beeinträchtigen, unsere Energien rauben“, sagt sie.

Trotz bester Voraussetzungen kamen sie finanziell nie zum Erfolg. Zudem litt ihr erster Mann an Schlafstörungen, bekam ohne Grund – und nur im eigenen Zuhause – Panikattacken. Ende der 90er Jahre verstarb er plötzlich an Krebs. Doch das war leider noch nicht alles. „Nachts waren im menschenleeren Speicher deutlich Schritte zu hören. Wir alle hatten uns schon daran gewöhnt, doch der weibliche Besuch meines Sohnes war nicht selten verstört.“ Und dann der Keller: „Wenn ich da runter mußte, war’s, als ob mir jemand einen Mühlstein auf die Brust legt. Ich konnte kaum atmen, fühlte mich beobachtet. Da war etwas, das man nicht fassen konnte. Da war blanke Angst!“ Fügung nennt es Margit K., daß sie eines Tages den Spuk-Experten und Geisterjäger Jörg Schreiber kennen lernte. Der 48-jährige Münchner reiste zu Familie K. ins Allgäu und versuchte, dem Unerklärlichen auf die Spur zu kommen.

Foto Arteevar (Katakombe Pafos) An einem grauen Februarmorgen macht er sich auf den Weg. Mit der TZ. Er steigt in den Keller, bewegt sich scheinbar ziellos hin und her. Er legt seine Hände auf die alten Mauern, spricht davon, „daß Natursteine viele Jahrhunderte lang Energien speichern können“. Später wird er von Wut, Verzweiflung und Trauer berichten, die er durch seine Handinnenflächen gespürt hat. Vielleicht sind’s die unsichtbaren Hinterlassenschaften von Gefolterten im Mittelalter, vielleicht das Schicksal Namenloser aus späteren Zeiten. Der Geisterjäger wird auch von Verstorbenen erzählen, deren Geist noch immer hier weilt. Von armen Seelen, die nie ins Jenseits gefunden hätten.
Wie die Seele einer alten Frau, die er in einer Mauernische entdeckt. Eine Frau, die er wie durch einen Schleier sieht. Eine Frau mit grauem, hochgesteckten Haar, Kittelschürze und fast manischem Kontrollwahn. Die auch noch nach ihrem Tod alles und jedes im Haus beaufsichtigen und die Bewohner wie ein Schatten verfolgen will. Als Jörg Schreiber nach getaner Arbeit Margit K. davon berichtet, erschrickt diese: „So präzise hat noch kein Fremder meine erste Schwiegermutter beschrieben.“ Die alte Bäurin, die noch lebte, als Margit K. auf den Hof zog…

Doch wie nimmt der Spuk-Experte Kontakt zu diesen Wesen auf? Jörg Schreiber bezeichnet sich als hellhörig. Er kann also Worte wahrnehmen, die Geister formulieren. „Ich kann sie manchmal auch riechen, ihre Kälte spüren. Oder mit dem, was man das dritte, das spirituelle Auge nennt, auch sehen.“ Und wie vertreibt er sie? „Ich versuche, telepathisch dem Geist klarzumachen, daß er gehen muß, denn er hält sich in der materiellen Welt gefangen, in die er nicht mehr gehört. Das Jenseits und auch die feinstoffliche Welt dieser Wesen sind ja nur eine andere Schwingungsebene als unsere sichtbare Welt.“ Jörg Schreiber spricht von einem Lichttunnel, einem Fenster zum Jenseits, das er durch reine Energiearbeit aufmacht. Durch das die Geister entschwinden. Außenstehende sehen nur, wie das Gesicht des Geisterjägers bei dieser Arbeit immer fahler wird, fast leblos wirkt. Wie seine Augäpfel wandern - orientierungslos, entrückt. Wie er aus allen Poren schwitzt und die Zeit stillzustehen scheint…

Für Margit K. und ihre Familie steht nur fest: Vieles von dem Unerklärlichen, das ihnen die Lust am Leben und ihre Energien zu rauben schien, ist verschwunden. Auch die drückende Kälte im Keller, das Negative, ist nach den Besuchen des Geisterjägers kaum mehr zu spüren. Das Leben am gesamten Hof ist neu erwacht. Margit K. und ihr Mann bezeichnen ihr Zuhause mittlerweile sogar als „Lichtort, der auch Besucher mit neuer Lebensenergie erfüllt“. Es ist noch immer das gleiche uralte Gemäuer mit schaurig dunklem Keller – aber ohne den furchterregenden Ballast der vergangenen Jahrhunderte…
Claudia Detsch (TZ-München, 26.02. 2006)

 


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