Ein Interview der TZ-München

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Ein Interview mit dem Münchner Geisterjäger - TZ München vom 06.03.04

 

Der Geisterjäger

Jörg Schreiber (46) über Tote, Untote und seinen gefährlichen Job

Schritte, Schreie, Gepolter aus dem Nichts – schon allein der Gedanke daran lässt uns schaudern. Es gibt so viele Phänomene, die uns Menschen beunruhigen und nicht erklärbar sind. Doch ist das Spuk, sind diese Phänomene das Werk von Geistern? Existieren wirklich Untote auf dieser Welt?

Die tz traf einen echten Münchner Spuk-Experten und sprach mit dem Geisterjäger Jörg Schreiber über Tote, Untote und seinen gefährlichen Job.


Herr Schreiber, wie merke ich, dass es bei mir spukt?

Jörg Schreiber: „Es sind in der Regel nicht so spektakuläre Phänomene, wie wir sie aus dem Fernsehen kennen. Da ist alles überzeichnet. Doch es gibt viele Varianten. Man hört plötzlich Schritte. Die Kinder erzählen verängstigt, daß ein Mann bei ihnen im Zimmer sitzt. Wieder andere sind pumperlgsund – nur wenn sie in ihre Wohnung zurückkehren, fühlen sie sich schlaff, ausgelaugt und finden keinen Schlaf. Oder es fliegen Gegenstände durch die Luft.“

Können Sie weitere Beispiele nennen?

„Eine Frau aus Österreich hörte regelmäßig Schreie aus dem Keller. Auch ihre Nachbarn hörten die Schreie und riefen die Polizei. Doch die haben nichts gefunden. Da braucht es uns, oder in dem Fall mich, damit der Spuk aufhört.“

Können Sie beweisen, dass es Geister tatsächlich gibt?

„Erstens: Die Geister verraten mir nicht selten Einzelheiten über ihr Leben oder die Geschichte eines Hauses, die ich nicht wissen kann. Zweitens: Warum sonst gibt’s im Vatikan und bei den Geheimdiensten parapsychologische Abteilungen? Wer aber nicht daran glaubt, soll es lassen. Ich fühle mich nicht berufen, Menschen zu bekehren.“

Wie sehen Geister aus?

Leicht nebulös, weißgrau bis bläulich. Manchmal sehe ich auch Schlieren oder eine Art Schleier. Mit dem, was wir das dritte, das spirituelle Auge nennen, sehe ich, wie sie zu Lebzeiten ausgesehen haben. Ich habe sogar mal Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg gesehen, mit Waffen und Uniform. Manchmal rieche ich sie auch oder spüre sie. Wenn einer in der Nähe ist, stellen sich bei mir alle Haare auf und es wird meist etwas kühler.“

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Warum bleiben diese toten Seelen hier? Was haben die hier verloren?

„Nichts. Normalerweise verlässt die Seele zum Todeszeitpunkt den Körper und es passiert das, was wir aus Nahtod-Erfahrungen kennen. Diese Seele kommt über einen Lichttunnel ins Jenseits. Doch es kann passieren, dass eine Seele bei einem Unfall sozusagen aus dem Körper rausgeschleudert wird, daß sie den Tod gar nicht mitbekommt. Oder es geht um Hass, Eifersucht oder Besitzgier. Es sind einfach alle Extremgefühle oder eine Sucht, die dazu führt, dass die Seele erdgebunden bleibt.“

Wie vertreiben Sie diese Geister?

„Vertreiben tu’ ich niemanden, das sind ja nur arme, verirrte Seelen. Ich versuche einfach, ihnen ins Jenseits zu helfen.“

Wie? Was hat ein Geisterjäger bei der Arbeit dabei?

„Ich brauche keine Hilfsmittel. Weihrauch, Pendel und alles andere sind doch nur Krücken. Das ist nur gut für den Showeffekt.“

Wie aber kommen Sie dann in Kontakt zu den Untoten?

„Ich bin hellhörig. Ich kann also Worte wahrnehmen, die Geister formulieren. Ich versuche – entweder im direkten Gespräch oder telepathisch – dem jeweiligen Geist klar zu machen, daß er gehen muß, um die Ebene zu wechseln. Das sogenannte Jenseits ist eine andere Schwingungsebene. Ich versuche auch, durch reine Energiearbeit ein Fenster zwischen Diesseits und Jenseits zu öffnen.“

Und wenn die Geister nicht gehen wollen …

„… gebrauche ich "sanfte Gewalt". Dann muß man sie eben am Kragen packen und ins Jenseits "rüberschieben". Oder ich rufe spezielle Engelsgruppen zu Hilfe, die für die Heimführung verstorbener Seelen ins Licht zuständig sind.“

Ist ihr Job gefährlich?

„Eigentlich nicht. Man sollte nur aufpassen, wenn plötzlich eine Nähmaschine oder diverse Blumentöpfe durch die Gegend fliegen.“

Wer ruft Sie zu Hilfe?

„Es sind Privatpersonen aus allen Schichten und Altersgruppen, aber auch Geschäftsleute,  Heilpraktiker, Psychologen, Ärzte..."

Dann suchen Sie in uralten Gemäuern nach Geistern …

„Nein, auch in Privathaushalten, Friseurläden und Kneipen. Was glauben Sie, wie viele Geister von Säufern über den Zapfhähnen schweben. Oder auch in Hotels. Ein Hotelier aus dem Chiemgau bat mich um Hilfe, weil seine oberste Etage nicht mehr zu vermieten war. Selbst die Putzfrauen und Zimmermädchen hatten Angst. Sie weigerten sich, dort sauber zu machen, weil jemand sie ständig am Rock zupfte und ärgerte.“

Wie viele Geister spuken bei uns herum?

„Viel mehr, als Sie sich vorstellen können.“

Wollen Sie auch als Geist auf Erden bleiben?

„Nein. Ich weiß, daß die Geister sich hier nicht wohl fühlen. Viele sind aus Unwissenheit erdgebunden, weil sie Angst vorm Jenseits haben.“

Was ist mit Ihnen? Haben Sie Angst vor dem Tod?

„Nein, warum? Ich weiß ja, was kommt.“




Hochfrequenz-Foto H.C.Seidl / München für Arteevar Mit Hochfrequenz-Fotografie werden nicht nur die Aura, sondern auch die Körper-Meridiane sichtbar. Energetische Blockaden und Krankheiten könnten durch diesen „energetischen Fingerabdruck“ frühzeitig erkannt und Therapien überprüft werden - davon ist ihr Erfinder H. C. Seidl / München felsenfest überzeugt. Lassen sich auf diese Weise bald auch seelische Bestzungen und Geister darstellen und nachweisen?
Die Forschungen laufen...

HFS (Hochfrequenz) Foto H.C.Seidl / München für Arteevar



Fest steht: Jeder 6. Deutsche glaubt laut Forsa Umfrage an Gespenster, jeder 4. ist überzeugt, ihre Macht könne Gläser bewegen, oder Tische verrücken, vermerkt das Magazin Avanti in seinem Bericht über meine spirituellen Erfahrungen, sowie anderen unerklärlichen Phänomenen, im Juni 2005. Auch wenn jeder 6. Deutsche überzeugt davon ist, daß es Geister gibt - vielen ist es peinlich sich dazu zu bekennen. Dabei waren viele große deutsche Dichter und Denker richtige Geisterfans: Goethe, Kleist, Heine und Kant glaubten fest an sie. Zu ihren Lebzeiten ging man, auch in unseren Landen, noch ganz anders mit dem Geisterglauben um. In der Münchner Polizeiverordnung von 1836 steht zum Beispiel geschrieben, daß ein Hausmieter das Recht hat, vorzeitig von der Pacht zurücktreten, wenn er sich im gemieteten Objekt durch Geister belästigt und beunruhigt fühlt.
In Teilen Afrikas, Asiens und Südamerikas gehört der Gespensterglaube heute noch zum Alltag.
Ebenso in England: Dort sind spukende Seelen als Hausgenossen regelrecht akzeptiert – und werden manchmal sogar fotografiert. Berühmtester Fall ist das Gespenst von Hampton Court.
Selbst in der Bibel gibt es (Matthäus 10,1) Hinweise auf ihre Existenz: "Jesus rief seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen die Vollmacht, böse Geister auszutreiben …“

 


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